Zuschlagen bei Immobilien – Warten auf bessere Preise könnte lange dauern…

Wenn die Preise hoch sind, dauert die Kaufentscheidung für eine Immobilie schon mal länger. Früher konnte sich das lohnen, wenn die Preise dann wieder etwas nachgaben, war ein Sparvorteil sicher. Dieser Illusion sollte man sich in den nächsten 10 Jahren in Braunschweig eher nicht hingeben. Wenn man eine Immobilie in einer Großstadt in guter Lage ins Auge gefasst hat, dann werden die Preise mittelfristig eher noch steigen als fallen. Den hohen Preisen in guten Lagen steht glücklicher Weise im Moment ein relativ geringer Kreditzinssatz gegenüber, der, wenn er langfristig abgeschlossen wird, den Immobilienkauf doch ermöglichen kann.
Hat man eine interessante Immobilie gefunden und möchte sich dann auch noch die Zeit nehmen, mit dem Makler um den Kaufpreis zu feilschen, was früher durchaus möglich war, hat im Grunde schon verloren. Der nächste Interessent zahlt wie gefordert. Harte Zeiten für Käufer. Warum sich die Lage in Braunschweig in den nächsten Jahren nicht entspannen wird liegt meines Erachtens an folgenden Punkten: Zuzug in die Innenstädte aus der Peripherie, durch immer mehr ältere Menschen in unserer Gesellschaft, die auf dem Lande eine weniger gute Infrastruktur vorfinden. Dieser Trend wird die nächsten 20-30 Jahre anhalten. Wenige noch vorhandene Baulücken im innerstädtischen Bereich. Relativ hohes Einkommensniveau in Braunschweig und Umgebung. Wenig Bauland insgesamt, auch für Einfamilienhäuser, denn die Grenzen der Stadt sind eng und können nicht beliebig erweitert werden. Gute Infrastruktur für Familien mit Kindern: kostenloser Kindergarten, Großteil der Schulen ist bereits oder wird demnächst saniert. Gute Hochschulen: TU, HBK, Ostfalia usw. Gute Verkehrs-Infrastruktur: Bahnhof, Bus, Straßenbahn, Regionalbahn, Umgehungsstraße, gute Autobahnanbindung zu A2 und A7. Attraktive Einkaufs-Infrastruktur Gute ärztliche Versorgung. Sehr gutes städtisches Klinikum. Interessante Freizeit-Infrastruktur: Stadion, Freizeit- u. Erlebnisbad (demnächst), Oker, viele Sport- und Grünflächen, kurze Wege in den Elm und Harz Gute Kulturelle-Einrichtungen: Volkswagenhalle, Stadthalle, Museen, Staatstheater usw. Man könnte die Liste beliebig fortsetzen. Es soll nur zeigen, dass es einfach gute Gründe gibt, nach Braunschweig zu ziehen und es wird wenig Sinn haben abzuwarten auf bessere Zeiten für den Immobilienkauf. Das Motto wird vielmehr sein müssen: dran bleiben und Chancen nutzen. Mieter werden es vielleicht etwas leichter haben, denn in schwierigen Zeiten, kommt der soziale Wohnungsbau verstärkt in den Fokus von Investoren und ermöglich so zumindest einige Nachfragen im Markt zu befriedigen.