Alter Hut „Baumschutzsatzung“ soll wieder aufgewärmt werden

Im März 2002 haben CDU und FDP mit Mehrheit die leidige Baumschutzsatzung abgeschafft. Zu groß war der Unmut vieler Bürgerinnen und Bürger darüber, dass bei jeder kleinen Gartenumgestaltung das Entfernen von Bäumen umständlich bürokratisch beantragt bzw. genehmigt werden musste. Das führte zu irrwitzigen Situationen, die außer Kosten für den Bürger nichts gebracht haben. Man kann Menschen nicht zwingen in ihrem eigenen Garten Laubbäume zu pflanzen oder sogar die gesamte Gartengestaltung vorzuschreiben. In der letzten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses wurde nun das „alte“ Baumschutzsatzungsthema von B90/Grüne, BIBS und Linken unisono wieder aufgewärmt. Die Verwaltung antwortete in der Ratssitzung am 23.05.2006 auf die Frage der CDU nach der Baumbilanz in Braunschweig u.a.: Hinsichtlich der Baumbilanz ist festzustellen, dass in der Stadt Braunschweig in der Regel für jeden größeren aus unterschiedlichen Gründen gefällten Baum mindestens eine Ersatzpflanzung erfolgt. In dem Zeitraum von 2001 bis heute sind durch die Stadt insgesamt 2 960 Einzelbäume zusätzlich an Straßen, in Parks und Grünanlagen sowie auf Kinderspielplätzen und Außenanlagen an Schulen und Kindertagesstätten neu gepflanzt worden. Seit 2007 verfügt die Stadt Braunschweig über ein Baumkataster, in dem ca. 65.000 Bäume im öffentlichen Straßenraum erfasst sind. Da sich daraus keine Angriffspunkte für B90/Grüne ergeben, kann es eigentlich nur darum gehen privaten Eigentümern auf die Finger zu schauen und vorzuschreiben, was gefällt werden darf und was nicht. Ein erheblicher Eingriff in das Eigentum vieler Gartenbesitzer. Unerträglich und deshalb mit der CDU nicht zu machen. #Baumschutzsatzung #Umwelt