352 Fälle von Schweinegrippe in Braunschweig

Die Schweinegrippe oder auch H1N1-Grippe oder auch „Neue Grippe“ genannt, verläuft bisher in Braunschweig einigermaßen erträglich. Mit 352 gemeldeten echten Fällen und 220 Verdachtsfällen steht Braunschweig im Vergleich zu ganz Niedersachsen mit rund 5.000 Fällen recht gut dar. In 34 Schulen Braunschweigs wurden bestätigte Fälle gemeldet. Es gab bisher keinen Todesfall, alle gemeldeten Fälle verliefen milde. In ganz Deutschland sind bisher 27 Personen nachweislich am Virus verstorben, bei rund 53.000 Fällen insgesamt. Fast alle gehörten zu einer Risikogruppe. Interessanter Weise greift das H1N1-Virus im Moment zu rund 84% nur Kinder, Jugendliche und jüngere Erwachsene bis 30 Jahre an. Über 60jährige sind mit nur 4% ausgesprochen selten Opfer des Virus. Warum dies so ist, darüber kann man im Moment nur spekulieren. Es könnte jedoch daran liegen, dass diese Gruppe bereits gewisse Abwehrkörper von sehr viel früheren Impfungen besitzt oder aber die Kontakte in dieser Altersklasse sind wesentlich geringer und daher bestehen weniger Ansteckungsmöglichkeiten. Ob man tatsächlich merkt, dass man sich angesteckt hat, ist nicht immer sicher. Der Unterschied zwischen einem „normalen“ grippalen Infekt und der Schweinegrippe besteht wohl darin, dass die Symptome recht schnell einsetzen, also plötzliches Fieber (über 38 Grad), Husten etc. Letztlich kann natürlich nur ein Test nachweisen, ob es H1N1 ist, dieser ist aber keine Vorschrift. Daher dürfte die Zahl der eigentlich Kranken, höher liegen als die oben im Text aufgeführten Zahlen. Die Zahlen stammen übrigens vom Braunschweiger Gesundheitsamt. Wer sich impfen lassen möchte, was zu empfehlen ist, der kann die aktuelle Liste der Ärzte die die Impfung anbieten bei der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVR) herunterladen. Leider ist die Liste nicht 100%ig zuverlässig, denn mein Arzt steht nicht drauf, impft aber auch. Daher sollte man zu aller erst bei seinem Hausarzt anrufen. Der Höhepunkt der Grippewelle wird Ende Januar bis Februar erwartet. #Schweinegrippe