• B.Hinrichs

Bürgerinformation zum Eintracht-Stadion lief sachlich

Die heutige Bürgerinformation in der Stadthalle zum Ausbauvorhaben des Eintracht-Stadions lief sehr sachlich und dem Vorhaben angemessen ab. Begonnen hatte die Veranstaltung um 19.30 Uhr. Zuerst gab Oberbürgermeister Dr. Hoffmann eine Einführung in die Thematik. Danach gab es Stellungnahmen des Aufsichtsratsvorsitzenden der Stadthallen Betriebs mbH Klaus Winter, zu der auch das Eintracht-Stadion gehört und schließlich von Sebastian Ebel, dem Präsidenten von Eintracht-Braunschweig. Sowohl Winter, als auch Ebel sind klare Befürworter des Ausbaus und haben mit sachlichen Argumenten ihre Ansicht untermauert.

Im Anschluss an die Einführung stellte Prof. Schulitz das mittlerweile fünf Jahre alte Umbauvorhaben anhand der bereits schon häufig veröffentlichten Zeichnungen vor.

Darauf hin begann die Fragerunde, die bis ca. 21.10 Uhr dauerte. Im Verlauf der Erörterungen wurde schnell deutlich, dass der Ausbau des Stadions nicht ausschließlich dem Fußballverein Eintracht-Braunschweig zu Gute käme, sondern eben auch anderen Sportarten, wie Football und Leichtathletik sowie bisher auf der Strecke gebliebenen kulturellen Funktionen, in Form von Konzerten – eben ein Multifunktionsstadion.

Darüber hinaus machte eine Aussage eines Bürgers deutlich, dass es hier um mehr geht, als um Fußball, aber eben auch um Fußball. Auf die zuvor vorgetragene leichte Kritik einer Bürgerin, dass der Entwurf des Umbauvorhabens ja nicht neutral gestaltet sei, entgegneter dieser: „Blau-gelb steht nicht nur für Eintracht. Es sind die Farben des Braunschweiger Landes.“ Dieser Satz verdeutlichte sehr eindringlich, dass natürlich Eintracht-Braunschweig und der Fußball zum Braunschweiger Land gehört und damit viele Menschen bewegt und zur Identitätsstiftung erheblich beiträgt.

Etwas merkwürdig wirkten die vor der Veranstaltung von den B90/Grünen verteilten Flugblätter, in denen über das Umbauvorhaben informiert wurde. Auf der Rückseite wurde die bekannte Milchmädchen-Rechnung aufgemacht, nach dem Motto: Was könnte man denn sonst mit 14,5 Mio. Euro alles finanzieren. Und selbstverständlich kann man jede einzelne Investition im Haushalt einer Stadt mit einer anderen Investition aufrechnen. Wenn es aber danach ginge, dann müssten wir alle Zuschüsse an Sportvereine und Kultureinrichtungen streichen und mit dem damit freiwerdenden Geldern, allen Kindern Braunschweigs, die nächsten 100 Jahre kostenloses Frühstück und Mittagessen spendieren. Wohin das führen würde ist klar: dicke, ungebildete Kinder. Man merkt schon: diese Argumentationslinien, die auch die Linke gerade über Plakate propagiert führen alle ins Abseits.

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